03.08.2011 09:13 (264 x gelesen)
Risiko für Vitamin C – Mangel hängt von der Genetik ab
Um Schadstoffe ausscheiden zu können, müssen sie zuerst wasserlöslich gemacht werden. Dabei wird häufig Glutathion an den Schadstoff gekoppelt. Die übertragung des Glutathions auf den Schadstoff wird durch Enzyme, genannt Glutathion – Transferasen (GST) katalysiert. Gerade bei diesen Enzymen sind aber genetische Varianten häufig anzutreffen. So ist die GSTM1 in nur der Hälfte aller Menschen funktionsfähig angelegt, bei der GSTT1 fehlt das Enzym bei immerhin 25% aller Menschen. Sind die Entgiftungsenzyme genetisch nicht angelegt, ist der Mensch viel anfälliger auf Vitamin C Mangel, da das Vitamin C offenbar als Ersatz für die schlechtere Entgiftungsfunktion verwendet werden kann. Die aktuelle Studie zeigt, dass intakte Varianten der GST’s vor Vitamin-C Mangelerscheinungen bei mangelnder Zufuhr durch die Ernährung ( weniger als 90 mg/d für gesunde nichtrauchend Männer, weniger als 75 mg/d für gesunde, nichtrauchende Frauen) schützen kann. So zeigen Personen mit deletierter GSTM1 oder GSTT1 tiefere Vitamin C-Serumspiegel, bei Personen, bei denen beide Enzyme deletiert waren, war der Vitamin C – Spiegel besonders tief. Personen mit mangelnder GST – Aktivität sollten also auf eine gute Vitamin C – Versorgung besonderen Wert legen.
Leah E Cahill, Benedicte Fontaine-Bisson, and Ahmed El-Sohemy:
Functional genetic variants of glutathione S-transferase protect against serum ascorbic acid deficiency
AJCN. First published ahead of print August 26, 2009 as doi: 10.3945/ajcn.2009.28327.
03.08.2011 09:12 (220 x gelesen)
Omega – 3- Fettsäuren sind mit dem Alterungsprozess verknüpft
Telomere sind repetitive DNA-Sequenzen, die eine Art schützende Kappe am Ende der Chromosomen bilden. Die Verkürzung von Telomere steht mit der Alterung der Zelle in Form von zellulärer Seneszenz oder Apoptose in Verbindung. Während einer Beobachtungsdauer von 5 Jahren hatten Studienteilnehmer mit der geringsten Konzentration an Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure ( DHA) die höchste Rate an Telomer- Verkürzungen, während die Gruppe mit den höchsten Spiegeln an diesen Fettsäuren den geringsten Verlust an Telomeren zu beklagen hatten.
Ramin Farzaneh-Far et al.: Association of marine Omega-3 Fatty acid Levels with telomeric aging in patients with coronary heart disease
JAMA 2010; 303(3):250-57
Kommentar:
Die Bestimmung der EPA und DHA und auch des hochsensitiven CRP ist fester Bestandteil unseres funktionellen Mikronährstoffprofiles, um das Ausmass von Entzündungsreaktionen beurteilen zu können.
Keine Pauschalverurteilung von gesättigten Fettsäuren
Lange Zeit wurde vermutet, dass gesättigte Fettsäuren generell schädlich sind und eine Reduktion von diesen Fettsäuren eine Verringerung des kardiovaskulären Risikos bedeuten würde. Eine neue Meta-Analyse aus 21 Studien zeigt nun, dass keine signifikanter Zusammenhang zwischen der Aufnahme von gesättigten Fettsäuren und dem Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen besteht.Kommentar:
Die Auswirkungen des Konsums von gesättigten Fettsäuren kann aber wohl auf Personen mit entsprechenden genetischen Voraussetzungen negative Folgen haben. Die Diagnostik der entsprechenden Polymorphismen leistet bei der Zusammenstellung individueller Ernährungsempfehlungen wertvolle Hilfe.
03.08.2011 09:03 (237 x gelesen)
CRP, Zusammenhang mit Gesamtmortalität
CRP ist mit dem Risiko für Herz- Kreislaufererkrankungen, Schlaganfall und Gesamtmortalität verknüpft
Eine neue Meta-Analyse zeigt, dass die CRP – Konzentration linear mit einigen konventionellen Risikofaktoren und weiteren Markern für Entzündung assoziiert ist. Die Forscher kommen zum Schluss, dass CRP klar mit dem Risiko für koronare Herzerkrankungen, Schlaganfall, vaskuläre Mortalität und dem Todesfallrisiko durch verschiedene Krebsarten oder Lungenerkrankungen zusammenhängt. Der mechanistische Zusammenhang mit all diesen verschiedenen Erkrankungen ist noch unklar, jedoch ist das hochsensitive CRP ein einfach zu ermittelnder Marker, mit dem schliesslich auch der Erfolg einer Behandlung gezeigt werden kann.
The Emerging Risk Factors Collaboration: C-reactive protein concentration and risk of coronary heart disease, stroke and mortality: an individual participant meta-analysis.
Lancet 2010; 375: 132-40